Gasthaus zur Sonne, Luthern

Eine Kurve hinter dem zwiebelförmigen Kirchturm im Dorfzentrum von Luthern, gleich angrenzend an die Dorfkirche, erreicht man den mit gelben Holzschindeln verkleideten Gasthof Sonne, ein von aussen hübsch aussehendes Restaurant im Napfgebiet mit Parkplätzen gleich vor der Haustür. Der mit viel Holz versehene Gastraum wirkt heimelig, eine Dorfbeiz, wie man sie sich wünscht. Nur trifft das Wort Beiz hier nicht zu, denn das Essen ist hervorragend gekocht und eine Freude für jeden Gaumen.

Die Speisekarte umfasst traditionelle Schweizer Gerichte, interpretiert aber in einer wunderbaren Feinheit, wie man sie nicht vermuten würde. Beim Besuch am 25. Dezember 2015, wurden wir mit einer Wildterrine als Gruss aus Küche überrascht, geschmacklich ein herrlicher Einstieg.

Als Vorspeise wurde ein Teller aus Rauch- und Gravedlachs gereicht, also einer gebeizten Version mit saisongerechtem Salat an einer fein abgestimmten Salatsauce, etwas Meerrettich und einer herrlich schmeckenden Dillsauce.

Die zweite Vorspeise, ein gebratener Zander auf einem Rahmsauerkraut mit Safran serviert, eine wahre Geschmacksbombe und so zart und lecker zubereitet, dass man gerne nachbestellen würde.

Als Hauptgang durften wir uns mit einem Rinds- und Schweinefilet in Kombination mit Rosmarinjus, einem zart parfumierten Trüffelrisotto verwöhnen lassen. Und endlich war ein Koch auch so mutig, die gewünschte Garstufe „bleu“ des Rindsfilet auch genau so zu servieren. Butterzart und einfach herrlich. Die von der Begleitung bestellte Kalbsleber mit Rösti an einer mit Rosmarin geschwenkten Butter war ein Gaumenschmaus.

Das Dessert, ein Zimtparfait mit Zwetschgen ein Genuss, ebenso das Mouse aus Toberlone, bei welchem man tatsächlich das Gefühl hat, in die dreieckige Schokolade zu beissen.

Das Team der Sonne Luthern versteht es, traditionelle Schweizer Gerichte so fein zu interpretieren, dass man in diesem Fall nur von einer Top-Küchenleistung sprechen kann. Um so trauriger ist es dann zu lesen, dass die Sonne in Luthern nur noch bis im Sommer 2016 von Pia und Josef Achermann geführt werden soll. Ein herber Verlust für die Schweizer Gastronomie und ein guter Grund, diesem Restaurant in den kommenden Monaten unbedingt noch einen Besuch abzustatten.

Gesamtnote: *****

Gasthaus zur Sonne
Pia & Josef Achermann
Dorf
6156 Luthern
+41 41 978 14 20
www.sonne-luthern.ch

Rind- und Schweinefilet Gasthaus Sonne Luthern
Rind- und Schweinefilet Gasthaus Sonne Luthern mit Trüffelrisotto
Kalbsleber mit Rösti, Gasthaus Sonne Luthern
Kalbsleber mit Rösti, Gasthaus Sonne Luthern
Lachsvorspeise mit Dillsauce, Gasthaus Sonne Luthern
Lachsvorspeise mit Dillsauce, Gasthaus Sonne Luthern
Zander auf Sauerkraut mit Safran, Gasthaus Sonne Luthern
Zander auf Sauerkraut mit Safran, Gasthaus Sonne Luthern
Wildterrine Gasthaus Sonne Luthern
Wildterrine Gasthaus Sonne Luthern
Gasthaus Sonne Luthern
Gasthaus Sonne Luthern
Luthertaler Bertbier Gasthaus Sonne Luthern
Luthertaler Bertbier Gasthaus Sonne Luthern
Tischdekoration Gasthaus Sonne Luthern
Gasthaus Sonne Luthern Tischdekoration
Gaststube Gasthaus Sonne Luthern
Gaststube Gasthaus Sonne Luthern
Zimtparfait mit Zwetschgen
Zimtparfait mit Zwetschgen
Schokolademouse mit Toblerone
Schokolademouse mit Toblerone – Gasthaus zur Sonne Luthern

Martin Surbeck: „Ich mag Fleisch“.

Der Metzgereikalender 2016 des Schweizer Fleisch-Fachverbands SFF widmet seine diesjährige Ausgabe dem Sternekoch Martin Surbeck. Im Kalender stellt der Sternekoch mit seinem Partner Ken Nakano vom hochdotierten Restaurant „Sein“ insgesamt zwölf Rezepte vor, die dem Betrachter den Umgang mit Fleisch noch schmackhafter machen sollen.

Im Kalender befinden sich Gerichte wie „Am Stück gebratene Kalbsbrust mit Wurzelgemüse“, „Mistkratzer mit Mönchsbart und Kartoffelstroh“ oder auch mal ein „Lauwarmer Wurstsalat mit jungem Spinat und Radiesli“. Auf dem jeweiligen Kalenderblatt ist nicht nur eine ausführliche textliche Kochanleitung, sondern auch die perfekt fotografierten fertigen Teller zur Ansicht abgedruckt.

Angesprochen darauf, was ihn als mit einem Michelin Stern und 17 Gault Millau Punkten hoch dekorierten Koch dazu motiviert habe, sich mit seinem Küchenchef Ken Nakano in die Galerie der Metzgerkalender Köche einzureihen, gibt Martin Surbeck eine einfach Antwort: „Ich mag Fleisch“.

Der SFF produziert diesen Kalender jeweils zuhanden seiner gewerblichen Mitgliedsbetriebe, welche dieses kulinarische Bilderbuch im Dezember, oft im Verbund mit einer Gutscheinaktion, als Geschenk an ihre Kunden abgeben. Der zweisprachige, in deutsch und französisch gehaltene Kalender erscheint in einer Auflage von rund 55‘000 Exemplaren und ist landesweit bei rund 300 teilnehmenden Metzgereien erhältlich.

Metzgerkalender 2016 Rezept für eine gebratene Milchlammschalter auf Grünspargel und Bärlauch.
Metzgerkalender 2016 Rezept für eine gebratene Milchlammschalter auf Grünspargel und Bärlauch.

 

Dank iPhone und iPad das perfekte Chateaubriand zubereiten

 

Proviande, die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, hat mit der «Schweizer Fleisch Academy» einen Volltreffer für Hobbyköche mit Smartphones und Tablets gelandet. In simplen und anschaulichen Lernvideos wird die professionelle Zubereitung von verschiedenen Fleischstücken anschaulich erklärt. Ergänzt wird die App für iOS und Android Smartphones mit einer Schritt-für-Schritt Fotoanleitung damit auch Hobbyköche ideale Resultate erzielen. Die Rezensionen im App Store von Apple sind des Lobes voll: „Endlich eine coole Kochapp!“, „Grandios“ oder „Auch für Vegis super“ sind nur einige der Bewertungen.

Zahlreiche Rezeptangebote vernachlässigen, dass vielen Schweizerinnen und Schweizern die Routine und das Wissen bei der richtigen Zubereitung von Fleisch fehlt. Mit der «Schweizer Fleisch Academy» App setzt Proviande stark auf die Vermittlung von handwerklichen Basics, mit umfassenden Videoanleitungen und Fotostrecken für den richtigen Umgang mit Fleisch in der Küche. Einfach erklärt werden das Schmoren, Sieden, Niedergaren, Braten und Kurzbraten. So können auch Laien auf einfache Weise ein Filet, Entrecote oder Steak aus der Pfanne zubereiten oder auch Spareribs aus dem Ofen zaubern.

Abrufbar sind 34 Fleischzubereitungsarten, ein Kochlehrgang mit zehn kompletten Menüs als Video und Schritt-für-Schritt-Fotoanleitungen, eine Wissensdatenbank zu Fleisch und Zubereitung und eine umfangreiche Rezeptsammlung. Sogar der in der App vorgestellte Bluetooth-Thermometer lässt sich für knapp fünfzig Franken bestellen und gleich mit der App verbinden. Die App überzeugt deshalb, weil sie simpel und einfach erklärt, was beim Zubereiten vom einfachen Burger im Brötchen, über Poulet mit Ofengemüse oder Cordon bleu bis zum Chateaubriand zu beachten ist. Die App «Schweizer Fleisch Academy» darf auf keinem Smartphone für Fleischliebhaber fehlen und kann im Apple Store oder bei Google Play für Android kostenlos heruntergeladen werden.

Schweizer Meistertitel geht in die Zentralschweiz

An den Schweizermeisterschaften 2015 der jungen Fleisch- und Detailhandelsfachleute erreichte Luzernerin Manuela Riedweg den ersten Platz und darf sich Schweizer Meisterin der Jung-Fleischfachleute nennen.

Wie der Schweizer Fleischverband mitteilt, hat die 23-jährige Luzernerin Manuela Riedweg den Schweizer Meistertitel der Jung-Fleischfachleute gewonnen. In den Prüfungsdisziplinen wie dem Herrichten und präsentieren einer festlichen Grillplatte, dem Herrichten eines Schweinskarre und einer Kalbsschulter für den Detailverkauf, musste auch ein Stück Rind zerlegt werden. In der Branche spricht man dabei von einer „Feinzerlegung“ und einer „wirtschaftlichen Feindressur“. Auf dem Prüfprogramm standen auch das Herrichten von drei Tagesplatten mit küchen- oder pfannenfertigen Artikeln für ein Verkaufsbuffet und das Herrichten einer gemischten Aufschnittplatte für einen speziellen Anlass.

Obwohl sich dieses Jahr im gemeldeten Feld von insgesamt vierzehn Teilnehmenden nur fünf Frauen befanden, belegten diese die Plätze eins und zwei. Die Luzernerin Manuela Riedweg (23) errang die Goldmedaille, während die Appenzellerin Tanja Knechtle (19) sich in dem sehr anspruchsvollen Wettbewerb die Silbermedaille und damit den Vize-Schweizertitel erkämpfte. Bronze ging an den Freiburger Jérôme Deillon (23) aus Romont.

Die Fleischveredelung, also das Herrichten und Präsentieren von Fleisch, nimmt im revidierten Berufsbild eine wichtige Rolle ein. Die beiden top platzierten Frauen haben beide ihre Ausbildung mit einem Schwerpunkt im Bereich „Veredelung“ abgeschlossen. Zur Teilnahme an der Meisterschaft der jungen Fleisch- und Detailhandelsfachleute zugelassen sind jeweils nur die besten Absolventen der Lehrabschlussprüfung. Die zwei an der Schweizer Meisterschaft der Jungmetzgerinnen Erstplatzierten sind auch gleichzeitig für die Teilnahme an der Europameisterschaft der jungen Fleischfachleute (IWF) im Jahr 2017 qualifiziert.

Restaurant Bürgisweyerbad, Madiswil

Ein traumhaft schöner Garten, eine sehr gute Küche aber Abstriche im Service bei unserem Besuch, etwa so lässt sich das Mittagessen im schönen Madiswil zusammenfassen.

Vermutlich könnte man auch mit dem öV anreisen, nur in diesem Fall empfehlen wir klar, im Navigationssystem die Melchnaustrasse 40 einzutippen und mit dem Auto nach Madiswil im Kanton Bern zu fahren. Direkt angrenzend an den wunderschönen Gartenbereich des Restaurant Bürgisweyerbad befinden sich für Gäste genügend Parkplätze.

Bei unserem Besuch am 29. August 2015 reservierten wir bewusst vorab einen schattigen Platz im Freien, mit der Erwähnung eines ‚Maxicosi’, da auch Eltern gerne mal gut essen gehen, auch wenn sie ein Baby dabeihaben. Bei den meisten Restaurantbesuchen erhält man dann in der Regel einen 4er-Tisch oder einen Tisch mit Bank, um das Kleinkind ruhig ‚in Griffnähe’ betreuen zu können. Im Restaurant Bürgisweyerbad wurde uns ein schön gelegener 2er-Tisch im Garten zugewiesen. Den dritten Stuhl für das Maxicosi mussten wir uns dann am Nachbartisch leider selber suchen und dazustellen.

Die Auswahl auf der Speisekarte ist gross und sowohl Fleischesser und sogar Veganer kommen auf ihre Kosten. Ein günstiges Mittagsmenu ergänzt die umfangreiche À-la-carte-Auswahl des Restaurants.

Das Menu, eine saisongerechte fruchtig kalte Tomatenschale gereicht mit einer kleinen Frühlingsrolle und als Hauptgang, eine sehr gut abgeschmeckte Kalbsleber mit einer Kartoffelbeilage, waren sehr fein. Von der Speisekarte bestellten wir zudem eine sehr gut gewürzte Currysuppe und eine Rindfleischpfanne, welche auch mit etwas weniger Dekoration sehr gut geschmeckt hätte. Alles in allem eine sehr gute Küchenleistung in einem wunderschönen Ambiente.

Was jedoch gewaltig ärgerte, dass zwischen Vor- und Hauptspeise die Sonne in den Tisch hinein drehte und wir für uns und die kleine Begleitung im Maxicosi einen Sonnenschirm verlangten. Aussage des Personals. „Das geht nicht, die Schirme sind weiter hinten im Garten und verplant“ und weiter, „Sie können sich aber gerne an einen anderen Tisch setzen, wenn Sie wollen“. Klar will man das nicht, auf alle Fälle nicht zwischen Vorspeise und Hauptgang, sondern sein Essen geniessen und die Antwort der Servicekraft wäre soweit auch akzeptabel gewesen, hätte nicht zwei Minuten später eine dem Restaurant bekannte Gesellschaft am Nachbartisch den exakt gleichen Wunsch geäussert. Dort wurde ein Sonnenschirm umgehend beigestellt.

Bei einem Mittagslunch für CHF 120.- Franken für zwei Personen, will man sich nicht als Kunde 2. Klasse fühlen müssen. Das geht einfach nicht. Es war wohl ein Ausrutscher des Servicepersonals wie auch die nachträgliche Info, dass der zuerst im Offenausschank offerierte Rioja gar nicht offen serviert werde. Für einen Besuch waren es einfach zu viele Patzer bei der Serviceleistung.

Küche: **** / Service ***

Restaurant Bürgisweyerbad
Melchnaustrasse 40
4934 Madiswil
+41 62 965 26 31

http://www.buergisweyerbad.ch

Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Currysuppe Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Kalte Tomatenschale Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Sommerkarte Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil

Bio-Jungrind vom Hof Dusch in Graubünden

Familie Blunier im Bündnerischen Paspels bewirtschaftet seit gut einem Jahr einen Landwirtschafsbetrieb Hof Dusch. Dies nach den Vorgaben von Bio-Suisse und den sehr strengen Auflagen von KAG Freiland. Nebst biologischem Landbau nennen die Bluniers auch Neunzehn Grauviehmutterkühe mit ihren Kälbern, zwanzig Mutterschafe und eine kleine Schar Schweizerhühner ihr Eigen. Das Label von KAG Freiland setzt sich für eine sehr natürliche Haltung der Tiere ein. Es gelten strengste Tierhaltungsvorschriften, täglicher Auslauf im Freien, Bio-Futter, sehr kurze Tiertransporte und eine schonende Schlachtung, um dieses Label für zu erhalten.

Die Kühe vom Hof Dusch tragen ihre natürliche Behornung und verbringen die Zeit vom Frühling bis im Herbst draussen auf der Weide. Die Sommermonate verbringen sie auf der Alp. Die Jungtiere wachsen langsamer und produzieren auch etwas weniger Fleisch. Familie Blunier ist überzeugt, dass eine extensive, tierfreundliche und naturnahe Tierhaltung mit einer nachhaltigen und regionalen Produktion das beste Fleisch liefert.

Dieses Jahr gibt es zum ersten Mal Fleisch von den Grauvieh-Jungrindern von Hof Dusch zu kaufen, welches vorgefertigten Kühlboxen nach Hause geliefert wird. Das Jungrindfleisch kann in Mischpaketen gekauft werden. Die Jungrinder werden mit zehn bis vierzehn Monaten beim Metzger im Nachbardorf geschlachtet. Das Fleisch reift zwei bis drei Wochen bevor es sorgfältig pfannenfertig zerlegt und in den gewünschten Portionengrössen vakuumiert und beschriftet wird. Die Lieferung erfolgt Anfang Ende November 2015. Eine lohnens- und unterstützenswerte Möglichkeit, qualitativ hochwertiges Fleisch vom Schweizer Bio-Bauernhof zu bestellen.

Das Bestellformular gibt’s bei http://www.butterzart.ch zum Download aufgeschaltet.

Hof Dusch
Familie Blunier-Hanimann
Dusch 51
7417 Paspels
+41 81 655 10 19

Hof Dusch Paspels Bio-Jungrind Bestellformular

 

Bergrestaurant Rinderberg-Spitz, Zweisimmen

Vielleicht war es der ungepflegte und lieblos zusammengestellte Gartenrestaurantbereich, vielleicht waren es die nicht abgeräumten Tische oder die durcheinander gemixten Gastro-Werbeartikel von Feldschlösschen, kombiniert mit Ovomaltine Werbemitteln, den bayrischen Biergärten nachempfundene Besteckablagen in Bierkrügen und Österreichische Schwankmusik aus dem Lautsprecher. Irgendwie hat es nicht gepasst, auch wenn das servierte einfache Mittagsmenu geschmacklich ganz in Ordnung war.

Das Bergrestaurant Rinderberg-Spitz ist bequem mit einer Gondel erreichbar. Die Talstation befindet sich rund 100 Meter vom Bahnhof Zweisimmen entfernt. Parkplätze hat es im beschränkten Rahmen ebenfalls.

Beim Besuch am 26. August nach 13 Uhr war die Gartenwirtschaft leer, jedoch die verschiedenen Tische mit Unrat wie Pet-Flaschen und nicht abgeräumtem Geschirr belegt. Der Aussenbereich wirkte etwas ungepflegt, keine Blumen, verschiedene Tischgarnituren, mal mit Festbank, mal ein oranger Gartenstuhl, mal ein weinrotes Modell. Ein Teil befand sich leicht erhöht auf Beton, der andere Teil auf wenig eingestreuten Holzschnitzeln. Aus dem Lautsprecher trällert österreichische Schunkelmusik. Schirmständer sind zwar vorhanden, aber nur ein einziger Schirm aufgestellt. Weiter draussen steht eine in die Jahre gekommene Vierer-Kinderschaukel mit Elektromotor, welche einsam und verlassen dasteht.

Das Mittagsmenu, ein Schweinsplätzchen mit Pilzrahmsauce und Bratspeck verfeinert, war währschaft gekocht, das Plätzchen etwas zu lange in der Pfanne. Die Spaghetti als Beilage leicht über den Garpunkt „Al dente“ hinaus. Alles in allem aber passabel und preislich eher am unteren Ende der Skala. Den Menusalat vorweg gabs für CHF 1,50 Aufpreis dazu. Ein nicht abgetropfter Eisbergsalat, an welchem das Industriedressing wegen des Wassers nicht so recht haften wollte. Brot suchte man vergeblich.

Der Mitarbeiter im Service war sehr freundlich, hatte jedoch bei der Ankunft zu viel zu tun, weshalb die Tische erst nach längerer Zeit abgeräumt wurden. Der anschliessende Service war recht aufmerksam.  Man hat insgesamt das Gefühl, dass das Bergrestaurant Rinderberg-Spitz von Männerhand geführt ist. Dekoelemente fehlen und alles wirkte beim Besuch etwas lieblos. Das Mittagessen war preislich zu billig und auch der gereichte Salat hätte teurer verkauft werden können, allerdings dann mit Brot und gut vorbereitet. Das Lokal hat Ausbaupotential und Luft nach oben. Es wäre auch schön, wenn in die Aussenbestuhlung und den Aussenbereich als Ganzes investiert würde, denn die Aussicht ist wunderschön. Eine Aufwertung der Einrichtung wäre eine lohnende Investition, denn das Auge isst mit.

Gesamtnote: **

Bergrestaurant Rinderberg-Spitz
Tel +41 33 722 16 94

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Bergrestaurant Rinderberg-Spitz
Bergrestaurant Rinderberg-Spitz
Bergrestaurant Rinderberg-Spitz
Bergrestaurant Rinderberg-Spitz

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Restaurant Wild, Wien

Nein, es ist keine Kneipe, es ist kein Edelrestaurant, das Restaurant Wild ist authentisch, gemütlich und serviert eine richtig gute Wiener Küche, weshalb das Gasthaus auch seinen Einzug bei Butterzart.ch findet. Dazu muss man wissen, dass in der Wiener Küche traditionell viel Rindfleisch verarbeitet wird und eine Nennung schon fast zwingend notwendig ist.

Das Gasthaus am Radetzkyplatz mit der eigenen Beschreibung „Essen und trinken seit über 100 Jahren“, erreicht man im Taxi über zig Ecken ab dem neuen Hauptbahnhof von Wien. Wie man mit der Strassenbahn oder dem Bus anreist? Keine Ahnung aber gut zu wissen, dass sich auch für die Rückreise gleich ein Taxistand beim Restaurant befindet.

Die gutbürgerliche Küche im Gasthaus Wild umfasst auch ein ‚Kalbsrahmbeuschel‘, welches gemäss einschlägigen Berichten zur traditionellen Wiener Küche gehört. Innereien werden sonst kaum mehr in einem Lokal serviert und das Beuschel besteht aus Kalbslunge und Kalbsherz. Die Zubereitung mit Gemüse und verfeinert mit Rahm ist schmackhaft und erinnert beim Essen etwas an zarte Kutteln. Serviert wird das Kalbsrahmbeuschel mit Serviettenknödel.

Auch beim Hauptgang ein traditionelles Gericht: Ein hervorragend und ansehnlich zubereiteter Tafelspitz, serviert mit Apfelkren, also geriebenem Meerrettich, geraspelten, säuerlichen Äpfeln und Rahm wurde schön dekoriert als Hauptgang serviert. Als Beilage wurden Bratkartoffeln gereicht. Das im Gasthaus Wild offen gezapfte tschechische Bier schmeckt sowohl zum Beuschel als auch zum Tafelspitz hervorragend.

Eine gute Küchenleistung, kombiniert mit einem sehr netten und aufmerksamen Service im gemütlichen Ambiente zeichnet das Wiener Gasthaus Wild aus.

Gesamtnote: ****

Gasthaus Wild
Radetzkyplatz 1
A-1030 Wien
Tel.: +43 1 920 94 77
http://www.gasthaus-wild.at

Gasthaus Wild, Wien
Gasthaus Wild, Wien
Kalbsrahmbeuschel Gasthaus Wild Wien
Kalbsrahmbeuschel Gasthaus Wild Wien
Tafelspitz Gasthaus Wild Wien
Tafelspitz Gasthaus Wild Wien

Salmen, Olten

Eine wahre Gaumenfreude und nach wie vor eines der besten Restaurants in Olten auf der linken Stadtseite ist das Restaurant Salmen. Das Speiselokal ist eine ausgezeichnete Adresse in der Oltner Innenstadt. Eine solide Küchenleistung und ein angenehmes aber lockeres Ambiente sorgen für eine gemütliche und ungezwungene Stimmung im Bistro-Ambiente.

Rund ums Restaurant befinden sich diverse Parkplätze und Parkhäuser, Ab Bahnhof Olten erreicht man den Salmen in 10 Fusswegminuten, Ab Bahnhof Olten Hammer liegt der Salmen nur fünf Minuten entfernt.

Chefin Isabelle Bitterli und ihr Team sorgen für eine angenehme Wohlfühlstimmung im Lokal. Die aufmerksamen und sehr freundlichen Mitarbeitenden sorgen für einen angenehmen Rundum Service. Die Speisen schmecken hervorragend und die Karte umfasst sowohl Fisch- als auch Fleischgerichte.

Beim Besuch am 14. August assen wir als „Amuse Bouche“ eine Terine vom Lamm auf Lauchbeet mit Currysauce. Hervorragend. Zur Vorspeise wurde eine sehr lecker zubereitete Fischsuppe mit frischen Fischstücken serviert. Als Basis diente eine klassische Bouillabaisse, verfeinert mit Rahm. Zudem bestellten wir eine Cazpacho Suppe in Kombination mit einem Carpaccio vom Rind. Ausgezeichnet.

Die Hauptgänge umfassten ein Entrecôte vom Lamm auf Peperoni-Salsa mit Tomaten-Gnocchis, Flangelot-Bohnen und Erbsen, wobei die Bohnen und Erbsen hervorragend schmeckten, die Tomate etwas abgefallen ist. Die Lammstücke waren leicht zu stark angebraten, aber immer noch leicht rosa im Fleisch. Eine Nuance roher hätte den zarten Geschmack des Entrecôte-Stückes vom Lamm noch unterstützt.

Das Entrecôte vom Rind vom Biohof, wurde mit einer Sauce Bérnaise und Kartoffelgratin serviert, war wunderschön hergerichtet und die Garstufe des Fleisches entsprach perfekt der Bestellung des Fleisches. Herrlich anzusehen, noch leckerer zu essen.

Ein sehr netter zuvorkommender Service, eine hervorragende Küche, ein gemütliches Bistro-Ambiente, was wünscht man sich mehr von einem Restaurant? Ein Besuch im Restaurant Salmen lohnt sich. Eines der aktuell besten Restaurants der Stadt Olten.

Gesamtnote: *****

Restaurant Salmen
Ringstrasse 39
+41 62 212 22 10
www.salmen-olten.ch

Salmen Olten
Salmen Olten
Salmen Olten Gruss aus der Küche
Salmen Olten Gruss aus der Küche
Salmen Olten Fischsuppe
Salmen Olten Fischsuppe
Salmen Olten Gazpacho und Carpaccio
Salmen Olten Gazpacho und Carpaccio
Salmen Olten Entrecôte vom Biorind
Salmen Olten Entrecôte vom Biorind
Salmen Olten Entrecôte vom Biorind
Salmen Olten Entrecôte vom Biorind
Salmen Olten Entrecôte vom Lamm
Salmen Olten Entrecôte vom Lamm
Salmen Olten
Salmen Olten
Salmen Olten
Salmen Olten

El Gaucho, Lörrach

Das El Gaucho ist ein argentinisches Spezialitätenrestaurant am Marktplatz in Lörrach. Das zentrale Kochutensil ist ein Holzkohlengrill im Gastraum des Restaurants. Es wird Fleisch in Hülle und Fülle serviert. Auf eine Empfehlung hin, haben wir einen Abstecher über die Grenze nach Deutschland gemacht und die Fleisch, Fisch und Vorspeisen durchgetestet.

Die Anreise ab der Schweiz ist bequem mit Zügen der SBB ab Basel SBB möglich. Einfach auf dem Perron beim Zug nach Zell im Wiesenthal ein Ticket nach „Lörrach Burghof“ lösen und dort aussteigen. Zu Fuss ist das Restaurant am Marktplatz in fünf Minuten bequem erreichbar. Wer mit dem Auto anreist, fährt ins Parkhaus von Karstadt und läuft von dort aus die 150 Meter bis zum Eingang des El Gaucho.

Am Samstag, 8. August haben wir zur Mittagszeit im Aussenbereich des El Gaucho getafelt. Leider wirkte dieser beim Besuch nicht sehr einladend, weil einzelne Stühle noch auf den Tischen standen. Signal für Gäste: „Wir haben geschlossen“. Der Innenbereich des Restaurants ist rustikal und einfach gehalten und gleich neben dem zentral platzierten Holzkohlengrill türmen sich Säcke mit original argentinischer Holzkohle auf.

Wir bestellten pikant marinierte Champignons in Sahnesauce als Vorspeise und zudem einen Teller mit gegrillten Garnelen. Lecker. Zum Hauptgang wurde uns zum einen ein 400 Gramm Entrecôte vom Rind serviert. Beilagen kann man individuell zusammenstellen, seien dies nun Kartoffeln, Reis oder Gemüse. Ich entschied mich für eine Schüssel mit leckerem Spinat. Die Begleitung bestellte einen Fischteller, bestehend aus diversen gegrillten Fischen aber auch Meerestieren, serviert mit Reis. Ebenfalls einfach zubereitet aber lecker. Der Garpunkt des Fleisches war optimal. Essenstechnisch eine einfache aber herrliche Zubereitung von Fleisch und Fisch vom Holzkohlengrill. Wer lieber ein etwas feineres Stück Fleisch bestellt, kann zwischen einem 200 oder 300 Gramm schweren Filetstück auswählen. Hinzu kommen diverse Spezialitäten wie das Pfeffersteak. Dieses wurde am Nachbartisch verspiesen uns sah sehr appetitlich aus. Auch Lamm und Schwein ist auf der Karte zu finden.

In Sachen Essen ein richtig gutes Steakhaus, wie man es sich wünscht. Die auf dem Feuer mit Holzkohle zubereiteten Fleisch- und Fischgerichten haben die richtige rauchige Note. Erfreulich auch, dass mit echter argentinischer Kohle gegrillt wird. Die Preise sind für Schweizer Verhältnisse moderat. Die Fischplatte kostete knapp 26 Euro, das 400 Gramm schwere Entrecôte knapp 28 Euro.

Abstriche gibt es beim El Gaucho es für den etwas lieblosen und nicht vollständig eingedeckten Aussenbereich des Lokals. Zudem störte der als Warenlager missbrauchte Vorraum der Toiletten im Untergeschoss. Es passt optisch überhaupt nicht, wenn aufgerissene Packungen mit Sauceflaschen und sonstigen Kartons im Gästebereich herumstehen und nicht sauber im Warenlager verräumt sind. Auch am Webauftritt des Restaurants müsste noch gearbeitet werden.

Der Service war überwiegend freundlich und meist aufmerksam, man stellte aber Leistungsunterschiede beim Servicepersonal fest. Alles in allem überzeugte aber das Essen im Steakhaus El Gaucho und Fleischesser kommen im El Gaucho voll auf ihre Kosten.

Gesamtnote: ****

Original argentinisches Spezialitätenrestaurant El Gaucho
Marktplatz 7
D-79539 Lörrach
+49 7621 16 89 59
http://www.elgaucho-loerrach.de/

El Gaucho 400 Gramm Entrecôte vom Rind
El Gaucho 400 Gramm Entrecôte vom Rind
El Gaucho gegrillter Frischteller
El Gaucho gegrillter Frischteller
El Gaucho Vorspeise Pilze an pikanter Sauce
El Gaucho Vorspeise Pilze an pikanter Sauce
El Gaucho Vorspeise gegrillte Garnelen
El Gaucho Vorspeise gegrillte Garnelen
El Gaucho Beilage Spinat
El Gaucho Beilage Spinat
El Gaucho Saucen für Fleisch
El Gaucho Saucen für Fleisch
El Gaucho Speisekarte Spezialitäten
El Gaucho Speisekarte Spezialitäten
El Gaucho Aussenbereich
El Gaucho Aussenbereich
El Gaucho Restaurantbereich Innen
El Gaucho Restaurantbereich Innen
El Gaucho Holzkohlegrill
El Gaucho Holzkohlegrill
El Gaucho Warenlager Keller
El Gaucho Warenlager Keller
El Gaucho Holzkohle aus Argentinien
El Gaucho Holzkohle aus Argentinien
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