Ludwig Hatecke: „Der Respekt vor dem Tier muss lesbar sein für den Kunden“.

Wer einen der drei Verkaufsläden von Ludwig Hatecke in Scuol, Zernez oder St. Moritz betritt, spürt auf Anhieb, dass hier mit viel Leidenschaft und dem Anspruch nach höchster Qualität gearbeitet wird. Die Materialisierung der puristischen Verkaufsgeschäfte konzentriert sich aufs absolut Wesentliche, wirken schon fast klinisch, Rücken aber dadurch auch das Fleisch als hochwertiges Nahrungsmittel in den Mittelpunkt der Verkaufsräume.

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Für Ludwig Hatecke, aufgewachsen im bündnerischen Zernez, ist Fleisch das wertvollste Lebensmittel, wie er selber sagt. Deshalb setzt sich der Metzger auch für einen fairen Fleischpreis ein und bringt auch wenig Verständnis dafür auf, dass im internationalen Vergleich Fleischprodukte subventioniert werden, nur um möglichst viel und günstig davon zu verkaufen. Er rechnet dabei vor, dass ein Kalb bis zur Schlachtung rund 2000 Liter Milch trinke und kalkuliert man hier bloss 50 Rappen für den Milchpreis, so summiert sich dies auf tausend Franken, ohne dass dabei irgendwelche Arbeit miteingerechnet ist.

Gutes Fleisch darf seinen Preis haben, so Hatecke und fügt an, dass eine Kuh von sechs bis sieben Jahren, die fünf Sommer auf der Alp gelebt hat, ideales und schmackhaftestes Fleisch liefert. Je älter das Tier, desto besser der Fleischgeschmack. Natürlich fügt er mit einem Schmunzeln an, dürfe das Tier dann doch nicht zu alt sein. Hatecke setzt bei der Auswahl der Tiere auch bewusst nicht gezielt auf hohe Fleischausbeute, wie bei Charolais oder Angus, sondern berücksichtigt regionale Rassen, wie Bündner Grauvieh und weitere Sorten, welche eben auch genauso Milch geben und ihre Zeit auf bündnerischen Weiden verbracht haben. Ludwig Hatecke spricht von ungesättigten Fettsäuren, welche ein Qualitätsmerkmal solcher mit Gras gefütterten Tiere bei der Schlachtung darstellen. Das Fleisch der weiblichen Tiere sei bei der Verarbeitung zudem noch etwas zarter, so der Metzger.

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In der eigentlichen Metzgerei, einem Gebäudekomplex nur einen Steinwurf vom Ladengeschäft in Scuol entfernt, erklärt der Metzer auch den Herstellungsprozess von Bündnerfleisch. Der Schlegel vom Rind, im Metzgerdeutsch eine Oberschale, Unterschale oder Nuss werden maximal 36 Stunden nach der Schlachtung mit Meersalz eingerieben. Hinzu kommt Wachholder, Lorbeer und ein wenig Rohrzucker. Ein durchschnittlich grosses Stück wird rund 3 Wochen bei 6 Grad gelagert und gewendet. Danach wird das Fleisch abgewaschen und dreieinhalb bis vier Monate an der Luft bei einer Luftfeuchtigkeit von exakt 62 Prozent luftgetrocknet. Die Temperatur sei dabei weniger ausschlaggebend, viel mehr aber die konstante Luftfeuchtigkeit, denn bei der Reifung setzt sich auch eine Art weisser Edelschimmel an, welcher den einzigartigen Geschmack des Fleisches ausmacht. Nebst einer Lufttrocknung wird zudem weiteres Fleisch auch im Felsenkeller zur Reife gebracht. Der Geschmack ist phänomenal.

IMG_1758Hatecke verarbeitet pro Jahr 700-800 Kühe aus der Region. Falls die Fleischmenge nicht ausreicht, kauft er für die Herstellung des Bündnerfleisches „bergzertifizierte Hinterviertel“ aus dem rhätischen Raum ergänzend zu. Obwohl viel Nitrat eine ideale Konservierung darstellen würde, setzt Hateke bei der Fleischveredelung auf möglichst wenig Salz. Er ist sich bewusst, dass damit der Herstellungsprozess heikler wird, gleichzeitig aber der Fleischgeschmack viel stärker zur Geltung kommt. Genau deshalb spielt eine konstante Luftfeuchtigkeit beim Reifeprozess des Bündnerfleisches eine noch viel wichtigere Rolle. Der Metzgereibetrieb versucht zudem, auf Zusatzstoffe möglichst zu verzichten. Im Verlauf des mehrwöchigen Reifeprozesses verliert das Fleisch rund 50% seines Eigengewichts.

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Bündnerfleisch ist leider nicht gleich Bündnerfleisch. So stammt viel, von dem in den nahe gelegenen zollfrei Destinationen Samnaun und Livigno angebotene Trockenfleisch, im Ursprung aus Brasilien oder Argentinien. Für Hateckes Produkte schon alleine aufgrund des Qualitätsanspruchs und der viel zu langen Dauer zwischen Schlachtung und Verarbeitung undenkbar.

Die Metzgerei Hatecke produziert auch hervorragende Salsize, darüber geschrieben haben wir im Butterzart Blog unter https://butterzart.ch/2014/11/10/metzgerei-hatecke-scuol/ bereits vor zwei Jahren.

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Wer die Spitzenprodukte von Ludwig Hatecke selber degustieren und sich die Anreise ins Engadin ersparen will, wird auch in den Schweizer Globus Filialen in der Delikatessen-Abteilung fündig oder bestellt am besten Online über die Webseite http://www.hatecke.ch/

The New Prime – das Raumschiff Enterprise unter den Burgern

Würde man den gigantisch grossen „The New Prime“ Burger von McDonald’s mit einem Raumschiff vergleichen, so wäre diese mit bestem Schweizer Rindfleisch bestückte Hamburger Kreation das Flaggschiff unter den Schweizer McDonald’s Burgern.

McDonald’s selbst spricht von „220 Gramm bestem Schweizer Rindfleisch von Bell, urigem Gruyère Bergkäse sowie ein Brot mit Kruste und Ecken. Speck, Coleslaw, Rucola und einer leckeren Sauce welche den Burger zu einem speziellen Genusserlebnis machen.“

René Schudel, der sonst im Restaurant ‚benacus’ an der Kirchgasse 3 in Unterseen bei Interlaken für seine Gäste kocht, hat den „The New Prime“ für die Gäste der Schweizer Filialen der amerikanischen Hamburgerkette kreiert.

Mit satten 17,90 CHF für ein Medium Menu ist der Preis des Burgers genau so stolz wie seine Grösse. Das gebratene Rindfleisch in zwei Lagen schmeckt lecker und der satte Fleischgeschmack wird nur von wenig Sauce und ein wenig Speck begleitet. Die Coleslaw-Mischung ergänzt mit Rucola schmeckt ausgezeichnet.

Spannend ist zudem auch die Bestellmöglichkeit des Burgers, hier an einer Self-Bestellstation im Bahnhof Bern getestet. Bestellung eintippen, Getränk und Beilage wählen, mit der Kreditkarte direkt und kontaktlos am Terminal bezahlen und den gigantisch grossen Burger nach maximal zwei Minuten am Abholschalter entgegennehmen. Mit diesem Burger hat McDonald’s einen Treffer gelandet – 220 Gramm Fleischgenuss.

Initiative zur Ernährungssicherheit hat auch Einfluss auf die Schweizer Fleischproduktion

Die am 4. Februar 2014 lancierte Volksinitiative „Für Ernährungssicherheit“ wurde am 8. Juli 2014 mit 147‘812 gültigen Unterschriften eingereicht. Damit handelt es sich um das am schnellsten zustande gekommene Volksbegehren seit 20 Jahren. Das Ziel der Volksinitiative besteht darin, die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln aus einer vielfältigen und nachhaltigen einheimischen Produktion zu stärken. Dazu gehört nebst dem Ackerbau auch die Fleischproduktion.

Die Bundesverfassung soll dazu wie folgt geändert werden:

Art. 104a Ernährungssicherheit

1 Der Bund stärkt die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln aus vielfältiger und nachhaltiger einheimischer Produktion; dazu trifft er wirksame Massnahmen insbesondere gegen den Verlust von Kulturland einschliesslich der Sömmerungsfläche und zur Umsetzung einer Qualitätsstrategie.

2 Er sorgt dafür, dass der administrative Aufwand in der Landwirtschaft gering ist und die Rechtssicherheit und eine angemessene Investitionssicherheit gewährleistet sind.

Art. 197 Ziff. 11 11. Übergangsbestimmung zu Art. 104a (Ernährungssicherheit) Der Bundesrat beantragt der Bundesversammlung spätestens zwei Jahre nach Annahme von Artikel 104a durch Volk und Stände entsprechende Gesetzesbestimmungen. 

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Der Schweizerische Bauernverband SBV hält dazu in einer Mitteilung von Anfang Januar fest, dass innerhalb des Bauernstandes eine grosse Verunsicherung über dessen Zukunft bestehe. Bauern möchten vom Verkauf ihrer Produkte leben können, Unternehmerinnen und Unternehmer sein. Die wachsende Abhängigkeit vom Tropf des Staates sei für die jungen Berufsleute unbefriedigend.

Mit der Initiative für Ernährungssicherheit will der SBV diese Verantwortung wahrnehmen. Sie soll sicherstellen, dass die in der Schweiz zur Lebensmittelproduktion vorhandenen Ressourcen effizient und nachhaltig bewirtschaftet werden und so der inländischen und weltweiten Verknappung entgegenwirken. Die Initiative ist aus Sicht des SBV auch deshalb nötig, weil die aktuelle Situation besorgniserregend ist. Bei der Hälfte aller Betriebsleiter über 50 Jahre gibt es keine gesicherte Nachfolge. Was nicht zuletzt daran liegt, dass sich ausserhalb der Landwirtschaft zwischen 30 und 100 Prozent mehr verdienen lässt.

In den letzten 25 Jahren verschwanden 85‘000 Hektaren Landwirtschaftsfläche, was ungefähr der Grösse des Kantons Jura entspricht. Der SBV sieht hier auch das Parlament in der Verantwortung, welches mitentscheiden kann, ob es die Versorgungssituation in der Schweiz stärken und jungen Landwirtinnen und Landwirten eine langfristige Perspektiv geben will.

Bergrestaurant Kallhof, Eptingen

Eine kleine aber feine Jura Bergwirtschaft befindet sich auf über 800 Metern über Meer, kurz vor der Anhöhe zwischen dem Kanton Solothurn und Baselland. Unweit der alten Geschützstellungen und Panzersperren aus dem 2. Weltkrieg, liegt das Bergrestaurant an der Strasse zwischen Eptingen und Ifenthal, mitten im Wandergebiet des Juras. Mit dem Auto verlässt man die A2 Egerkingen–Basel bei Eptingen und biegt gleich bei der Abfahrt rechts in die erste Strasse und fährt rund vier Kilometer hoch zum Bergrestaurant.

Im Kallhof bestellt man einfache aber sehr gut zubereitete Speisen wie eine Käseschnitte, ein Schweinskotelett, eine Bratwurst oder im Herbst auch „Metzgete“ mit einer leckeren Butterrösti. Am Sonntag wird ein dreigängiges Menu serviert, bestehend aus einer Suppe, einem Salat und einem Hauptgang. Wer auf der Wanderung kurz einkehren will, kann auch einfach einen „Suure Moscht“ trinken oder aus der umfangreichen  Dessertkarte etwas Süsses bestellen. Die einfach eingerichtete Gaststube wird von einem nostalgischen grünen Kachelofen dominiert, welcher im Winter eine herrliche Wärme abstrahlt.

Wir bestellten beim Besuch Mitte Januar das Sonntagsmenu, bestehend aus einer sehr gut abgeschmeckten Kürbiscremesuppe, einem Salat mit Randen und einem Cordon bleu vom Schwein mit Pommes Frittes und einer Gemüsebeilage. Sehr lecker und das Cordon bleu mit mildem Raclette-Käse war sehr gut gewürzt und vom Geschmack her einfach wunderbar. Die Optik der gereichten Käseschnitte überzeugte ebenso. Eine durchgehend solide Küchenleistung.

Der Service ist nett und unkompliziert und Familie Meury samt Servicekraft sind auch für einen Schwatz zu haben, sofern in der Gaststube nicht gerade Hochbetrieb herrscht. Wer in den Sommermonaten den Kallhof besucht, findet ein schattiges Plätzchen gleich vor dem Haus in der Gartenwirtschaft. Das Bergrestaurant Kallhof ist sehr familienfreundlich eingerichtet und verfügt vor dem Haus über einen kleinen Spielplatz und zudem über den am besten ausgestatteten Wickeltisch der Schweiz. Was das genau bedeutet, erfährt man bei einem Besuch vor Ort.

Gesamtnote: ****

Bergrestaurant Kallhof
Kallstrasse 97
4458 Eptingen

+41 62 299 12 60
www.kallhof.ch

Bergrestaurant Kallhof
Bergrestaurant Kallhof
Bergrestaurant Kallhof
Bergrestaurant Kallhof
Bergrestaurant Kallhof
Bergrestaurant Kallhof
Bergrestaurant Kallhof
Bergrestaurant Kallhof
Bergrestaurant Kallhof
Bergrestaurant Kallhof
Bergrestaurant Kallhof
Bergrestaurant Kallhof

 

Gasthaus zur Sonne, Luthern

Eine Kurve hinter dem zwiebelförmigen Kirchturm im Dorfzentrum von Luthern, gleich angrenzend an die Dorfkirche, erreicht man den mit gelben Holzschindeln verkleideten Gasthof Sonne, ein von aussen hübsch aussehendes Restaurant im Napfgebiet mit Parkplätzen gleich vor der Haustür. Der mit viel Holz versehene Gastraum wirkt heimelig, eine Dorfbeiz, wie man sie sich wünscht. Nur trifft das Wort Beiz hier nicht zu, denn das Essen ist hervorragend gekocht und eine Freude für jeden Gaumen.

Die Speisekarte umfasst traditionelle Schweizer Gerichte, interpretiert aber in einer wunderbaren Feinheit, wie man sie nicht vermuten würde. Beim Besuch am 25. Dezember 2015, wurden wir mit einer Wildterrine als Gruss aus Küche überrascht, geschmacklich ein herrlicher Einstieg.

Als Vorspeise wurde ein Teller aus Rauch- und Gravedlachs gereicht, also einer gebeizten Version mit saisongerechtem Salat an einer fein abgestimmten Salatsauce, etwas Meerrettich und einer herrlich schmeckenden Dillsauce.

Die zweite Vorspeise, ein gebratener Zander auf einem Rahmsauerkraut mit Safran serviert, eine wahre Geschmacksbombe und so zart und lecker zubereitet, dass man gerne nachbestellen würde.

Als Hauptgang durften wir uns mit einem Rinds- und Schweinefilet in Kombination mit Rosmarinjus, einem zart parfumierten Trüffelrisotto verwöhnen lassen. Und endlich war ein Koch auch so mutig, die gewünschte Garstufe „bleu“ des Rindsfilet auch genau so zu servieren. Butterzart und einfach herrlich. Die von der Begleitung bestellte Kalbsleber mit Rösti an einer mit Rosmarin geschwenkten Butter war ein Gaumenschmaus.

Das Dessert, ein Zimtparfait mit Zwetschgen ein Genuss, ebenso das Mouse aus Toberlone, bei welchem man tatsächlich das Gefühl hat, in die dreieckige Schokolade zu beissen.

Das Team der Sonne Luthern versteht es, traditionelle Schweizer Gerichte so fein zu interpretieren, dass man in diesem Fall nur von einer Top-Küchenleistung sprechen kann. Um so trauriger ist es dann zu lesen, dass die Sonne in Luthern nur noch bis im Sommer 2016 von Pia und Josef Achermann geführt werden soll. Ein herber Verlust für die Schweizer Gastronomie und ein guter Grund, diesem Restaurant in den kommenden Monaten unbedingt noch einen Besuch abzustatten.

Gesamtnote: *****

Gasthaus zur Sonne
Pia & Josef Achermann
Dorf
6156 Luthern
+41 41 978 14 20
www.sonne-luthern.ch

Rind- und Schweinefilet Gasthaus Sonne Luthern
Rind- und Schweinefilet Gasthaus Sonne Luthern mit Trüffelrisotto
Kalbsleber mit Rösti, Gasthaus Sonne Luthern
Kalbsleber mit Rösti, Gasthaus Sonne Luthern
Lachsvorspeise mit Dillsauce, Gasthaus Sonne Luthern
Lachsvorspeise mit Dillsauce, Gasthaus Sonne Luthern
Zander auf Sauerkraut mit Safran, Gasthaus Sonne Luthern
Zander auf Sauerkraut mit Safran, Gasthaus Sonne Luthern
Wildterrine Gasthaus Sonne Luthern
Wildterrine Gasthaus Sonne Luthern
Gasthaus Sonne Luthern
Gasthaus Sonne Luthern
Luthertaler Bertbier Gasthaus Sonne Luthern
Luthertaler Bertbier Gasthaus Sonne Luthern
Tischdekoration Gasthaus Sonne Luthern
Gasthaus Sonne Luthern Tischdekoration
Gaststube Gasthaus Sonne Luthern
Gaststube Gasthaus Sonne Luthern
Zimtparfait mit Zwetschgen
Zimtparfait mit Zwetschgen
Schokolademouse mit Toblerone
Schokolademouse mit Toblerone – Gasthaus zur Sonne Luthern

Martin Surbeck: „Ich mag Fleisch“.

Der Metzgereikalender 2016 des Schweizer Fleisch-Fachverbands SFF widmet seine diesjährige Ausgabe dem Sternekoch Martin Surbeck. Im Kalender stellt der Sternekoch mit seinem Partner Ken Nakano vom hochdotierten Restaurant „Sein“ insgesamt zwölf Rezepte vor, die dem Betrachter den Umgang mit Fleisch noch schmackhafter machen sollen.

Im Kalender befinden sich Gerichte wie „Am Stück gebratene Kalbsbrust mit Wurzelgemüse“, „Mistkratzer mit Mönchsbart und Kartoffelstroh“ oder auch mal ein „Lauwarmer Wurstsalat mit jungem Spinat und Radiesli“. Auf dem jeweiligen Kalenderblatt ist nicht nur eine ausführliche textliche Kochanleitung, sondern auch die perfekt fotografierten fertigen Teller zur Ansicht abgedruckt.

Angesprochen darauf, was ihn als mit einem Michelin Stern und 17 Gault Millau Punkten hoch dekorierten Koch dazu motiviert habe, sich mit seinem Küchenchef Ken Nakano in die Galerie der Metzgerkalender Köche einzureihen, gibt Martin Surbeck eine einfach Antwort: „Ich mag Fleisch“.

Der SFF produziert diesen Kalender jeweils zuhanden seiner gewerblichen Mitgliedsbetriebe, welche dieses kulinarische Bilderbuch im Dezember, oft im Verbund mit einer Gutscheinaktion, als Geschenk an ihre Kunden abgeben. Der zweisprachige, in deutsch und französisch gehaltene Kalender erscheint in einer Auflage von rund 55‘000 Exemplaren und ist landesweit bei rund 300 teilnehmenden Metzgereien erhältlich.

Metzgerkalender 2016 Rezept für eine gebratene Milchlammschalter auf Grünspargel und Bärlauch.
Metzgerkalender 2016 Rezept für eine gebratene Milchlammschalter auf Grünspargel und Bärlauch.

 

Dank iPhone und iPad das perfekte Chateaubriand zubereiten

 

Proviande, die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, hat mit der «Schweizer Fleisch Academy» einen Volltreffer für Hobbyköche mit Smartphones und Tablets gelandet. In simplen und anschaulichen Lernvideos wird die professionelle Zubereitung von verschiedenen Fleischstücken anschaulich erklärt. Ergänzt wird die App für iOS und Android Smartphones mit einer Schritt-für-Schritt Fotoanleitung damit auch Hobbyköche ideale Resultate erzielen. Die Rezensionen im App Store von Apple sind des Lobes voll: „Endlich eine coole Kochapp!“, „Grandios“ oder „Auch für Vegis super“ sind nur einige der Bewertungen.

Zahlreiche Rezeptangebote vernachlässigen, dass vielen Schweizerinnen und Schweizern die Routine und das Wissen bei der richtigen Zubereitung von Fleisch fehlt. Mit der «Schweizer Fleisch Academy» App setzt Proviande stark auf die Vermittlung von handwerklichen Basics, mit umfassenden Videoanleitungen und Fotostrecken für den richtigen Umgang mit Fleisch in der Küche. Einfach erklärt werden das Schmoren, Sieden, Niedergaren, Braten und Kurzbraten. So können auch Laien auf einfache Weise ein Filet, Entrecote oder Steak aus der Pfanne zubereiten oder auch Spareribs aus dem Ofen zaubern.

Abrufbar sind 34 Fleischzubereitungsarten, ein Kochlehrgang mit zehn kompletten Menüs als Video und Schritt-für-Schritt-Fotoanleitungen, eine Wissensdatenbank zu Fleisch und Zubereitung und eine umfangreiche Rezeptsammlung. Sogar der in der App vorgestellte Bluetooth-Thermometer lässt sich für knapp fünfzig Franken bestellen und gleich mit der App verbinden. Die App überzeugt deshalb, weil sie simpel und einfach erklärt, was beim Zubereiten vom einfachen Burger im Brötchen, über Poulet mit Ofengemüse oder Cordon bleu bis zum Chateaubriand zu beachten ist. Die App «Schweizer Fleisch Academy» darf auf keinem Smartphone für Fleischliebhaber fehlen und kann im Apple Store oder bei Google Play für Android kostenlos heruntergeladen werden.

Schweizer Meistertitel geht in die Zentralschweiz

An den Schweizermeisterschaften 2015 der jungen Fleisch- und Detailhandelsfachleute erreichte Luzernerin Manuela Riedweg den ersten Platz und darf sich Schweizer Meisterin der Jung-Fleischfachleute nennen.

Wie der Schweizer Fleischverband mitteilt, hat die 23-jährige Luzernerin Manuela Riedweg den Schweizer Meistertitel der Jung-Fleischfachleute gewonnen. In den Prüfungsdisziplinen wie dem Herrichten und präsentieren einer festlichen Grillplatte, dem Herrichten eines Schweinskarre und einer Kalbsschulter für den Detailverkauf, musste auch ein Stück Rind zerlegt werden. In der Branche spricht man dabei von einer „Feinzerlegung“ und einer „wirtschaftlichen Feindressur“. Auf dem Prüfprogramm standen auch das Herrichten von drei Tagesplatten mit küchen- oder pfannenfertigen Artikeln für ein Verkaufsbuffet und das Herrichten einer gemischten Aufschnittplatte für einen speziellen Anlass.

Obwohl sich dieses Jahr im gemeldeten Feld von insgesamt vierzehn Teilnehmenden nur fünf Frauen befanden, belegten diese die Plätze eins und zwei. Die Luzernerin Manuela Riedweg (23) errang die Goldmedaille, während die Appenzellerin Tanja Knechtle (19) sich in dem sehr anspruchsvollen Wettbewerb die Silbermedaille und damit den Vize-Schweizertitel erkämpfte. Bronze ging an den Freiburger Jérôme Deillon (23) aus Romont.

Die Fleischveredelung, also das Herrichten und Präsentieren von Fleisch, nimmt im revidierten Berufsbild eine wichtige Rolle ein. Die beiden top platzierten Frauen haben beide ihre Ausbildung mit einem Schwerpunkt im Bereich „Veredelung“ abgeschlossen. Zur Teilnahme an der Meisterschaft der jungen Fleisch- und Detailhandelsfachleute zugelassen sind jeweils nur die besten Absolventen der Lehrabschlussprüfung. Die zwei an der Schweizer Meisterschaft der Jungmetzgerinnen Erstplatzierten sind auch gleichzeitig für die Teilnahme an der Europameisterschaft der jungen Fleischfachleute (IWF) im Jahr 2017 qualifiziert.

Restaurant Bürgisweyerbad, Madiswil

Ein traumhaft schöner Garten, eine sehr gute Küche aber Abstriche im Service bei unserem Besuch, etwa so lässt sich das Mittagessen im schönen Madiswil zusammenfassen.

Vermutlich könnte man auch mit dem öV anreisen, nur in diesem Fall empfehlen wir klar, im Navigationssystem die Melchnaustrasse 40 einzutippen und mit dem Auto nach Madiswil im Kanton Bern zu fahren. Direkt angrenzend an den wunderschönen Gartenbereich des Restaurant Bürgisweyerbad befinden sich für Gäste genügend Parkplätze.

Bei unserem Besuch am 29. August 2015 reservierten wir bewusst vorab einen schattigen Platz im Freien, mit der Erwähnung eines ‚Maxicosi’, da auch Eltern gerne mal gut essen gehen, auch wenn sie ein Baby dabeihaben. Bei den meisten Restaurantbesuchen erhält man dann in der Regel einen 4er-Tisch oder einen Tisch mit Bank, um das Kleinkind ruhig ‚in Griffnähe’ betreuen zu können. Im Restaurant Bürgisweyerbad wurde uns ein schön gelegener 2er-Tisch im Garten zugewiesen. Den dritten Stuhl für das Maxicosi mussten wir uns dann am Nachbartisch leider selber suchen und dazustellen.

Die Auswahl auf der Speisekarte ist gross und sowohl Fleischesser und sogar Veganer kommen auf ihre Kosten. Ein günstiges Mittagsmenu ergänzt die umfangreiche À-la-carte-Auswahl des Restaurants.

Das Menu, eine saisongerechte fruchtig kalte Tomatenschale gereicht mit einer kleinen Frühlingsrolle und als Hauptgang, eine sehr gut abgeschmeckte Kalbsleber mit einer Kartoffelbeilage, waren sehr fein. Von der Speisekarte bestellten wir zudem eine sehr gut gewürzte Currysuppe und eine Rindfleischpfanne, welche auch mit etwas weniger Dekoration sehr gut geschmeckt hätte. Alles in allem eine sehr gute Küchenleistung in einem wunderschönen Ambiente.

Was jedoch gewaltig ärgerte, dass zwischen Vor- und Hauptspeise die Sonne in den Tisch hinein drehte und wir für uns und die kleine Begleitung im Maxicosi einen Sonnenschirm verlangten. Aussage des Personals. „Das geht nicht, die Schirme sind weiter hinten im Garten und verplant“ und weiter, „Sie können sich aber gerne an einen anderen Tisch setzen, wenn Sie wollen“. Klar will man das nicht, auf alle Fälle nicht zwischen Vorspeise und Hauptgang, sondern sein Essen geniessen und die Antwort der Servicekraft wäre soweit auch akzeptabel gewesen, hätte nicht zwei Minuten später eine dem Restaurant bekannte Gesellschaft am Nachbartisch den exakt gleichen Wunsch geäussert. Dort wurde ein Sonnenschirm umgehend beigestellt.

Bei einem Mittagslunch für CHF 120.- Franken für zwei Personen, will man sich nicht als Kunde 2. Klasse fühlen müssen. Das geht einfach nicht. Es war wohl ein Ausrutscher des Servicepersonals wie auch die nachträgliche Info, dass der zuerst im Offenausschank offerierte Rioja gar nicht offen serviert werde. Für einen Besuch waren es einfach zu viele Patzer bei der Serviceleistung.

Küche: **** / Service ***

Restaurant Bürgisweyerbad
Melchnaustrasse 40
4934 Madiswil
+41 62 965 26 31

http://www.buergisweyerbad.ch

Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Currysuppe Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Kalte Tomatenschale Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Sommerkarte Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil
Restaurant Bürgisweyerbad Madiswil

Bio-Jungrind vom Hof Dusch in Graubünden

Familie Blunier im Bündnerischen Paspels bewirtschaftet seit gut einem Jahr einen Landwirtschafsbetrieb Hof Dusch. Dies nach den Vorgaben von Bio-Suisse und den sehr strengen Auflagen von KAG Freiland. Nebst biologischem Landbau nennen die Bluniers auch Neunzehn Grauviehmutterkühe mit ihren Kälbern, zwanzig Mutterschafe und eine kleine Schar Schweizerhühner ihr Eigen. Das Label von KAG Freiland setzt sich für eine sehr natürliche Haltung der Tiere ein. Es gelten strengste Tierhaltungsvorschriften, täglicher Auslauf im Freien, Bio-Futter, sehr kurze Tiertransporte und eine schonende Schlachtung, um dieses Label für zu erhalten.

Die Kühe vom Hof Dusch tragen ihre natürliche Behornung und verbringen die Zeit vom Frühling bis im Herbst draussen auf der Weide. Die Sommermonate verbringen sie auf der Alp. Die Jungtiere wachsen langsamer und produzieren auch etwas weniger Fleisch. Familie Blunier ist überzeugt, dass eine extensive, tierfreundliche und naturnahe Tierhaltung mit einer nachhaltigen und regionalen Produktion das beste Fleisch liefert.

Dieses Jahr gibt es zum ersten Mal Fleisch von den Grauvieh-Jungrindern von Hof Dusch zu kaufen, welches vorgefertigten Kühlboxen nach Hause geliefert wird. Das Jungrindfleisch kann in Mischpaketen gekauft werden. Die Jungrinder werden mit zehn bis vierzehn Monaten beim Metzger im Nachbardorf geschlachtet. Das Fleisch reift zwei bis drei Wochen bevor es sorgfältig pfannenfertig zerlegt und in den gewünschten Portionengrössen vakuumiert und beschriftet wird. Die Lieferung erfolgt Anfang Ende November 2015. Eine lohnens- und unterstützenswerte Möglichkeit, qualitativ hochwertiges Fleisch vom Schweizer Bio-Bauernhof zu bestellen.

Das Bestellformular gibt’s bei http://www.butterzart.ch zum Download aufgeschaltet.

Hof Dusch
Familie Blunier-Hanimann
Dusch 51
7417 Paspels
+41 81 655 10 19

Hof Dusch Paspels Bio-Jungrind Bestellformular

 

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