Bio-Jungrind vom Hof Dusch in Graubünden

Familie Blunier im Bündnerischen Paspels bewirtschaftet seit gut einem Jahr einen Landwirtschafsbetrieb Hof Dusch. Dies nach den Vorgaben von Bio-Suisse und den sehr strengen Auflagen von KAG Freiland. Nebst biologischem Landbau nennen die Bluniers auch Neunzehn Grauviehmutterkühe mit ihren Kälbern, zwanzig Mutterschafe und eine kleine Schar Schweizerhühner ihr Eigen. Das Label von KAG Freiland setzt sich für eine sehr natürliche Haltung der Tiere ein. Es gelten strengste Tierhaltungsvorschriften, täglicher Auslauf im Freien, Bio-Futter, sehr kurze Tiertransporte und eine schonende Schlachtung, um dieses Label für zu erhalten.

Die Kühe vom Hof Dusch tragen ihre natürliche Behornung und verbringen die Zeit vom Frühling bis im Herbst draussen auf der Weide. Die Sommermonate verbringen sie auf der Alp. Die Jungtiere wachsen langsamer und produzieren auch etwas weniger Fleisch. Familie Blunier ist überzeugt, dass eine extensive, tierfreundliche und naturnahe Tierhaltung mit einer nachhaltigen und regionalen Produktion das beste Fleisch liefert.

Dieses Jahr gibt es zum ersten Mal Fleisch von den Grauvieh-Jungrindern von Hof Dusch zu kaufen, welches vorgefertigten Kühlboxen nach Hause geliefert wird. Das Jungrindfleisch kann in Mischpaketen gekauft werden. Die Jungrinder werden mit zehn bis vierzehn Monaten beim Metzger im Nachbardorf geschlachtet. Das Fleisch reift zwei bis drei Wochen bevor es sorgfältig pfannenfertig zerlegt und in den gewünschten Portionengrössen vakuumiert und beschriftet wird. Die Lieferung erfolgt Anfang Ende November 2015. Eine lohnens- und unterstützenswerte Möglichkeit, qualitativ hochwertiges Fleisch vom Schweizer Bio-Bauernhof zu bestellen.

Das Bestellformular gibt’s bei http://www.butterzart.ch zum Download aufgeschaltet.

Hof Dusch
Familie Blunier-Hanimann
Dusch 51
7417 Paspels
+41 81 655 10 19

Hof Dusch Paspels Bio-Jungrind Bestellformular

 

Bergrestaurant Rinderberg-Spitz, Zweisimmen

Vielleicht war es der ungepflegte und lieblos zusammengestellte Gartenrestaurantbereich, vielleicht waren es die nicht abgeräumten Tische oder die durcheinander gemixten Gastro-Werbeartikel von Feldschlösschen, kombiniert mit Ovomaltine Werbemitteln, den bayrischen Biergärten nachempfundene Besteckablagen in Bierkrügen und Österreichische Schwankmusik aus dem Lautsprecher. Irgendwie hat es nicht gepasst, auch wenn das servierte einfache Mittagsmenu geschmacklich ganz in Ordnung war.

Das Bergrestaurant Rinderberg-Spitz ist bequem mit einer Gondel erreichbar. Die Talstation befindet sich rund 100 Meter vom Bahnhof Zweisimmen entfernt. Parkplätze hat es im beschränkten Rahmen ebenfalls.

Beim Besuch am 26. August nach 13 Uhr war die Gartenwirtschaft leer, jedoch die verschiedenen Tische mit Unrat wie Pet-Flaschen und nicht abgeräumtem Geschirr belegt. Der Aussenbereich wirkte etwas ungepflegt, keine Blumen, verschiedene Tischgarnituren, mal mit Festbank, mal ein oranger Gartenstuhl, mal ein weinrotes Modell. Ein Teil befand sich leicht erhöht auf Beton, der andere Teil auf wenig eingestreuten Holzschnitzeln. Aus dem Lautsprecher trällert österreichische Schunkelmusik. Schirmständer sind zwar vorhanden, aber nur ein einziger Schirm aufgestellt. Weiter draussen steht eine in die Jahre gekommene Vierer-Kinderschaukel mit Elektromotor, welche einsam und verlassen dasteht.

Das Mittagsmenu, ein Schweinsplätzchen mit Pilzrahmsauce und Bratspeck verfeinert, war währschaft gekocht, das Plätzchen etwas zu lange in der Pfanne. Die Spaghetti als Beilage leicht über den Garpunkt „Al dente“ hinaus. Alles in allem aber passabel und preislich eher am unteren Ende der Skala. Den Menusalat vorweg gabs für CHF 1,50 Aufpreis dazu. Ein nicht abgetropfter Eisbergsalat, an welchem das Industriedressing wegen des Wassers nicht so recht haften wollte. Brot suchte man vergeblich.

Der Mitarbeiter im Service war sehr freundlich, hatte jedoch bei der Ankunft zu viel zu tun, weshalb die Tische erst nach längerer Zeit abgeräumt wurden. Der anschliessende Service war recht aufmerksam.  Man hat insgesamt das Gefühl, dass das Bergrestaurant Rinderberg-Spitz von Männerhand geführt ist. Dekoelemente fehlen und alles wirkte beim Besuch etwas lieblos. Das Mittagessen war preislich zu billig und auch der gereichte Salat hätte teurer verkauft werden können, allerdings dann mit Brot und gut vorbereitet. Das Lokal hat Ausbaupotential und Luft nach oben. Es wäre auch schön, wenn in die Aussenbestuhlung und den Aussenbereich als Ganzes investiert würde, denn die Aussicht ist wunderschön. Eine Aufwertung der Einrichtung wäre eine lohnende Investition, denn das Auge isst mit.

Gesamtnote: **

Bergrestaurant Rinderberg-Spitz
Tel +41 33 722 16 94

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Bergrestaurant Rinderberg-Spitz
Bergrestaurant Rinderberg-Spitz
Bergrestaurant Rinderberg-Spitz
Bergrestaurant Rinderberg-Spitz

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Restaurant Wild, Wien

Nein, es ist keine Kneipe, es ist kein Edelrestaurant, das Restaurant Wild ist authentisch, gemütlich und serviert eine richtig gute Wiener Küche, weshalb das Gasthaus auch seinen Einzug bei Butterzart.ch findet. Dazu muss man wissen, dass in der Wiener Küche traditionell viel Rindfleisch verarbeitet wird und eine Nennung schon fast zwingend notwendig ist.

Das Gasthaus am Radetzkyplatz mit der eigenen Beschreibung „Essen und trinken seit über 100 Jahren“, erreicht man im Taxi über zig Ecken ab dem neuen Hauptbahnhof von Wien. Wie man mit der Strassenbahn oder dem Bus anreist? Keine Ahnung aber gut zu wissen, dass sich auch für die Rückreise gleich ein Taxistand beim Restaurant befindet.

Die gutbürgerliche Küche im Gasthaus Wild umfasst auch ein ‚Kalbsrahmbeuschel‘, welches gemäss einschlägigen Berichten zur traditionellen Wiener Küche gehört. Innereien werden sonst kaum mehr in einem Lokal serviert und das Beuschel besteht aus Kalbslunge und Kalbsherz. Die Zubereitung mit Gemüse und verfeinert mit Rahm ist schmackhaft und erinnert beim Essen etwas an zarte Kutteln. Serviert wird das Kalbsrahmbeuschel mit Serviettenknödel.

Auch beim Hauptgang ein traditionelles Gericht: Ein hervorragend und ansehnlich zubereiteter Tafelspitz, serviert mit Apfelkren, also geriebenem Meerrettich, geraspelten, säuerlichen Äpfeln und Rahm wurde schön dekoriert als Hauptgang serviert. Als Beilage wurden Bratkartoffeln gereicht. Das im Gasthaus Wild offen gezapfte tschechische Bier schmeckt sowohl zum Beuschel als auch zum Tafelspitz hervorragend.

Eine gute Küchenleistung, kombiniert mit einem sehr netten und aufmerksamen Service im gemütlichen Ambiente zeichnet das Wiener Gasthaus Wild aus.

Gesamtnote: ****

Gasthaus Wild
Radetzkyplatz 1
A-1030 Wien
Tel.: +43 1 920 94 77
http://www.gasthaus-wild.at

Gasthaus Wild, Wien
Gasthaus Wild, Wien
Kalbsrahmbeuschel Gasthaus Wild Wien
Kalbsrahmbeuschel Gasthaus Wild Wien
Tafelspitz Gasthaus Wild Wien
Tafelspitz Gasthaus Wild Wien

Salmen, Olten

Eine wahre Gaumenfreude und nach wie vor eines der besten Restaurants in Olten auf der linken Stadtseite ist das Restaurant Salmen. Das Speiselokal ist eine ausgezeichnete Adresse in der Oltner Innenstadt. Eine solide Küchenleistung und ein angenehmes aber lockeres Ambiente sorgen für eine gemütliche und ungezwungene Stimmung im Bistro-Ambiente.

Rund ums Restaurant befinden sich diverse Parkplätze und Parkhäuser, Ab Bahnhof Olten erreicht man den Salmen in 10 Fusswegminuten, Ab Bahnhof Olten Hammer liegt der Salmen nur fünf Minuten entfernt.

Chefin Isabelle Bitterli und ihr Team sorgen für eine angenehme Wohlfühlstimmung im Lokal. Die aufmerksamen und sehr freundlichen Mitarbeitenden sorgen für einen angenehmen Rundum Service. Die Speisen schmecken hervorragend und die Karte umfasst sowohl Fisch- als auch Fleischgerichte.

Beim Besuch am 14. August assen wir als „Amuse Bouche“ eine Terine vom Lamm auf Lauchbeet mit Currysauce. Hervorragend. Zur Vorspeise wurde eine sehr lecker zubereitete Fischsuppe mit frischen Fischstücken serviert. Als Basis diente eine klassische Bouillabaisse, verfeinert mit Rahm. Zudem bestellten wir eine Cazpacho Suppe in Kombination mit einem Carpaccio vom Rind. Ausgezeichnet.

Die Hauptgänge umfassten ein Entrecôte vom Lamm auf Peperoni-Salsa mit Tomaten-Gnocchis, Flangelot-Bohnen und Erbsen, wobei die Bohnen und Erbsen hervorragend schmeckten, die Tomate etwas abgefallen ist. Die Lammstücke waren leicht zu stark angebraten, aber immer noch leicht rosa im Fleisch. Eine Nuance roher hätte den zarten Geschmack des Entrecôte-Stückes vom Lamm noch unterstützt.

Das Entrecôte vom Rind vom Biohof, wurde mit einer Sauce Bérnaise und Kartoffelgratin serviert, war wunderschön hergerichtet und die Garstufe des Fleisches entsprach perfekt der Bestellung des Fleisches. Herrlich anzusehen, noch leckerer zu essen.

Ein sehr netter zuvorkommender Service, eine hervorragende Küche, ein gemütliches Bistro-Ambiente, was wünscht man sich mehr von einem Restaurant? Ein Besuch im Restaurant Salmen lohnt sich. Eines der aktuell besten Restaurants der Stadt Olten.

Gesamtnote: *****

Restaurant Salmen
Ringstrasse 39
+41 62 212 22 10
www.salmen-olten.ch

Salmen Olten
Salmen Olten
Salmen Olten Gruss aus der Küche
Salmen Olten Gruss aus der Küche
Salmen Olten Fischsuppe
Salmen Olten Fischsuppe
Salmen Olten Gazpacho und Carpaccio
Salmen Olten Gazpacho und Carpaccio
Salmen Olten Entrecôte vom Biorind
Salmen Olten Entrecôte vom Biorind
Salmen Olten Entrecôte vom Biorind
Salmen Olten Entrecôte vom Biorind
Salmen Olten Entrecôte vom Lamm
Salmen Olten Entrecôte vom Lamm
Salmen Olten
Salmen Olten
Salmen Olten
Salmen Olten

El Gaucho, Lörrach

Das El Gaucho ist ein argentinisches Spezialitätenrestaurant am Marktplatz in Lörrach. Das zentrale Kochutensil ist ein Holzkohlengrill im Gastraum des Restaurants. Es wird Fleisch in Hülle und Fülle serviert. Auf eine Empfehlung hin, haben wir einen Abstecher über die Grenze nach Deutschland gemacht und die Fleisch, Fisch und Vorspeisen durchgetestet.

Die Anreise ab der Schweiz ist bequem mit Zügen der SBB ab Basel SBB möglich. Einfach auf dem Perron beim Zug nach Zell im Wiesenthal ein Ticket nach „Lörrach Burghof“ lösen und dort aussteigen. Zu Fuss ist das Restaurant am Marktplatz in fünf Minuten bequem erreichbar. Wer mit dem Auto anreist, fährt ins Parkhaus von Karstadt und läuft von dort aus die 150 Meter bis zum Eingang des El Gaucho.

Am Samstag, 8. August haben wir zur Mittagszeit im Aussenbereich des El Gaucho getafelt. Leider wirkte dieser beim Besuch nicht sehr einladend, weil einzelne Stühle noch auf den Tischen standen. Signal für Gäste: „Wir haben geschlossen“. Der Innenbereich des Restaurants ist rustikal und einfach gehalten und gleich neben dem zentral platzierten Holzkohlengrill türmen sich Säcke mit original argentinischer Holzkohle auf.

Wir bestellten pikant marinierte Champignons in Sahnesauce als Vorspeise und zudem einen Teller mit gegrillten Garnelen. Lecker. Zum Hauptgang wurde uns zum einen ein 400 Gramm Entrecôte vom Rind serviert. Beilagen kann man individuell zusammenstellen, seien dies nun Kartoffeln, Reis oder Gemüse. Ich entschied mich für eine Schüssel mit leckerem Spinat. Die Begleitung bestellte einen Fischteller, bestehend aus diversen gegrillten Fischen aber auch Meerestieren, serviert mit Reis. Ebenfalls einfach zubereitet aber lecker. Der Garpunkt des Fleisches war optimal. Essenstechnisch eine einfache aber herrliche Zubereitung von Fleisch und Fisch vom Holzkohlengrill. Wer lieber ein etwas feineres Stück Fleisch bestellt, kann zwischen einem 200 oder 300 Gramm schweren Filetstück auswählen. Hinzu kommen diverse Spezialitäten wie das Pfeffersteak. Dieses wurde am Nachbartisch verspiesen uns sah sehr appetitlich aus. Auch Lamm und Schwein ist auf der Karte zu finden.

In Sachen Essen ein richtig gutes Steakhaus, wie man es sich wünscht. Die auf dem Feuer mit Holzkohle zubereiteten Fleisch- und Fischgerichten haben die richtige rauchige Note. Erfreulich auch, dass mit echter argentinischer Kohle gegrillt wird. Die Preise sind für Schweizer Verhältnisse moderat. Die Fischplatte kostete knapp 26 Euro, das 400 Gramm schwere Entrecôte knapp 28 Euro.

Abstriche gibt es beim El Gaucho es für den etwas lieblosen und nicht vollständig eingedeckten Aussenbereich des Lokals. Zudem störte der als Warenlager missbrauchte Vorraum der Toiletten im Untergeschoss. Es passt optisch überhaupt nicht, wenn aufgerissene Packungen mit Sauceflaschen und sonstigen Kartons im Gästebereich herumstehen und nicht sauber im Warenlager verräumt sind. Auch am Webauftritt des Restaurants müsste noch gearbeitet werden.

Der Service war überwiegend freundlich und meist aufmerksam, man stellte aber Leistungsunterschiede beim Servicepersonal fest. Alles in allem überzeugte aber das Essen im Steakhaus El Gaucho und Fleischesser kommen im El Gaucho voll auf ihre Kosten.

Gesamtnote: ****

Original argentinisches Spezialitätenrestaurant El Gaucho
Marktplatz 7
D-79539 Lörrach
+49 7621 16 89 59
http://www.elgaucho-loerrach.de/

El Gaucho 400 Gramm Entrecôte vom Rind
El Gaucho 400 Gramm Entrecôte vom Rind
El Gaucho gegrillter Frischteller
El Gaucho gegrillter Frischteller
El Gaucho Vorspeise Pilze an pikanter Sauce
El Gaucho Vorspeise Pilze an pikanter Sauce
El Gaucho Vorspeise gegrillte Garnelen
El Gaucho Vorspeise gegrillte Garnelen
El Gaucho Beilage Spinat
El Gaucho Beilage Spinat
El Gaucho Saucen für Fleisch
El Gaucho Saucen für Fleisch
El Gaucho Speisekarte Spezialitäten
El Gaucho Speisekarte Spezialitäten
El Gaucho Aussenbereich
El Gaucho Aussenbereich
El Gaucho Restaurantbereich Innen
El Gaucho Restaurantbereich Innen
El Gaucho Holzkohlegrill
El Gaucho Holzkohlegrill
El Gaucho Warenlager Keller
El Gaucho Warenlager Keller
El Gaucho Holzkohle aus Argentinien
El Gaucho Holzkohle aus Argentinien

St. Galler Olma-Bratwurst der Metzgerei Schmid

Ich bekenne mich zum Schweizer Mittelland. Ins Rennen steigen ein Paar Bratwürste eines qualitativ hochwertigen Metzgereibetriebs aus dem Schweizer Mittelland versus einem Paar St. Galler Olma-Bratwürste der Metzgerei Schmid. Ziel ist ein Grill- und Degustationsvergleich einer ‚normalen’ Bratwurst gegen eine angebliche ‚Hochleistungsbratwurst’ aus der Ostschweiz.

Gemäss eigenen Angaben der Metzgerei Schmid besteht die St. Galler Bratwurst aus erstklassigem, frischem Kalbfleisch, Bratstücken, Voressen, Schulter, Brust und Hals. Es werden keinerlei Innereien, kein Schweinefleisch und keine „Abfallprodukte“ verwendet, so die Herstellerangaben. Als würzigen Geschmacksträger mischt die Metzgerei Schmid lediglich etwas Halsspeck dazu. Weitere Zutaten sind frische Magermilch, Kochsalz, Milcheiweiss, Pfeffer, Muskat und eine kleine Prise Phosphat.

Bereits beim Anrichten zeigen sich erste Unterschiede. Die Olma-Bratwurst bringt stolze 165 Gramm Gewicht auf die Waage und überragt die normale Mittelland Bratwurst deutlich. Beim anschliessenden Grilltest zeigen sich die Unterschiede noch deutlicher. Die normale Bratwurst, in hochwertiger Metzgereiqualität, wird bei exakt gleicher Temperatur wie die St. Galler Olma-Bratwurst auf dem Holzkohlegrill quasi zerrissen. Das Brät verliert viel Wasser. Die normale Grillbratwurst schmeckt bei der anschliessenden Degustation nicht schlecht. Sie wirkt aber etwas fade und hat nicht schon beim ersten Biss, sondern erst zum Abgang hin eine eher zu intensive Gewürznote. Optisch fällt die normale Metzgereiwurst ab.

Demgegenüber sieht die St. Galler Bratwurst der Metzgerei Schmid auf dem Grill schon rein optisch abgerundeter aus. Das Wurstbrät ist sämig und der durchwegs aromatisch abgestimmte Wurstgeschmack zieht sich vom ersten Bissen abgerundet durch. Das wunderbare Aroma übertrumpft die Standardwurst klar. Die St. Galler Olma-Bratwurst ist zwar preislich kein Schnäppchen, hat dafür aber einen hervorragenden Geschmack. Die verarbeiteten Zutaten schmecken hervorragend und die Wurst ist ihren Preis wert. Der Test zeigte auch auf, dass eine richtige Degustation tatsächlich nur ohne Senf erfolgen kann. Metzgerei Schmid hat mit der St. Galler Olma-Bratwurst vollauf überzeugt. Eine eindeutige Kaufempfehlung.

Metzgerei Schmid
St. Jakob-Strasse 48
9000 St.Gallen
Tel. 071 244 81 32
http://www.metzgereischmid.ch

Olma Bratwurst Metzgerei Schmid St. Gallen
Olma Bratwurst Metzgerei Schmid St. Gallen
Olma Bratwurst Metzgerei Schmid St. Gallen
Olma Bratwurst Metzgerei Schmid St. Gallen
Olma Bratwurst Metzgerei Schmid St. Gallen
Olma Bratwurst Metzgerei Schmid St. Gallen
Olma Bratwurst Metzgerei Schmid St. Gallen
Olma Bratwurst Metzgerei Schmid St. Gallen
Olma Bratwurst Metzgerei Schmid St. Gallen
Olma Bratwurst Metzgerei Schmid St. Gallen

Restaurant Wartburg, Olten

Auf der rechten Stadtseite, zwischen Bahnhof und dem Einkaufszentrum Sälipark, befindet das Restaurant Wartburg. Der Eingang gegenüber der Fachhochschule Nordwestschweiz führt in einem alten Gebäude über ein paar Treppenstufen zum Eingang. Von aussen eher unscheinbar, betritt man im Hochparterre eine einfach aber gemütlich eingerichtete Gaststube. Im Sommer wird das Mittagessen auch im Hinterhof des Restaurants auf einem Sitzplatz serviert. Der Innenhof ist mit einfachen Plastikstühlen eingerichtet.

Es finden sich einige öffentliche Parkplätze ums Haus oder sonst stellt man das Auto im Parkhaus der Fachhochschule oder des Einkaufscenters Sälipark ab. Ab Bahnhof Olten erreicht man das Restaurant in fünf Minuten zu Fuss bequem den Gleisen entlang.

Beim Besuch am Montag, 3. August 2015, gab es am Mittag drei Menus zur Auswahl. Als Butterzart-Tester musste es natürlich das Fleischmenu sein, welches mit einem Preis von CHF 16,50 mit einer Suppe und einem Salat sicher als günstig bezeichnet werden kann. Vor allem interessierte, was sich hinter einem „panierten Pouletbrüstli mit Tomaten Spaghetti“, also eine Art „Piccata Milanese à la Olten“ verbirgt. Und was man insgesamt sagen kann, ein fixer Service ist im günstigen Preis inbegriffen.

Die Vorspeisensuppe, eine klare Gemüsebouillon mit Tortellini, schmeckte gut. Der Salat mit Standardsaucendressing ebenso. Was besonders gefallen hat, ist das absolut frische und knusprige Weissbrot, welches sofort nachgereicht wird, sobald sich der Inhalt des Brotkörbchens reduziert. Der Hauptgang schmeckte gut, der Garpunkt des Pouletschnitzels war richtig gewählt und auch die Spaghetti mit Tomatensauce rundeten dein einfachen Hauptgang ab.

Wer eine einfache Küche mag, einen aufmerksamen und schnellen Service samt eines günstigen Mittagsmenus und obligatorischem „Menage“ auf dem Tisch schätzt, ist im Restaurant Wartburg gut aufgehoben.

Gesamtnote: ***

Restaurant Wartburg
Von-Roll-Strasse 1
4600 Olten
Tel. +41 62 296 53 00

Aussenbereich Restaurant Wartburg Olten
Aussenbereich Restaurant Wartburg Olten
Vorspeisensuppe Restaurant Wartburg Olten
Vorspeisensuppe Restaurant Wartburg Olten
Vorspeisensalat Restaurant Wartburg Olten
Vorspeisensalat Restaurant Wartburg Olten
Hauptgang Restaurant Wartburg
Hauptgang Pouletschnitzel und Tomatenspaghetti
Restaurant Wartburg Olten
Restaurant Wartburg Olten

Säli-Schlössli Aussichtsrestaurant, Olten

Das Säli-Schlössli tront wunderschön über Olten gelegen auf dem Säli und ist ein Ausflugsrestaurant mit einem Traumblick über das Schweizer Mittelland und die Stadt Olten. Beim Säli-Kreisel der Umfahrung Olten fährt man hoch ins Quartier und folgt der Beschilderung. Die Strasse führt durch den Wald hoch bis zum Schlössli. Eröffnung feierte das Restaurant nach 1 ½ Jahren Pause unter neuer Crew am 21. Juli 2015 mit einer schönen und gelungenen Feier.

Der erneute Besuch am 24. Juli 2015 zur Mittagszeit, kann man aber leider nur als „grosses Servicedebakel “ bezeichnen. Um 12.45 Uhr trafen wir auf der Terrasse des Restaurants Säli-Schlössli ein und es ist klar, dass in einem neu eröffneten Gastronomiebetrieb am Anfang nicht alles rund laufen kann. Aber diese Leistung der Servicecrew war zusammengefasst schlicht ein Trauerspiel.

Gäste machten gerade einen Tisch frei und wir setzten uns um 12.45 Uhr an Tisch Nr 28. Dieser Tisch befindet sich in direkter Nähe beim Eingang wo das Servicepersonal laufend zirkuliert. Die Leerung des Aschenbechers und das Abräumen der leeren Getränkeflaschen der vorgängigen Gäste am Tisch nahm 10 Minuten in Anspruch. Ein Abwischen des Tischs wurde nicht vorgenommen. Um 12.55 Uhr wurde die Bestellung durch eine weibliche Servicekraft aufgenommen. Wir freuten uns auf ein Pouletbrüstchen mit Salaten sowie ein Entrecôte vom Rind, ebenfalls mit Salat angerichtet. Auch deshalb, weil das Restaurant direkt vor den Augen der Gäste auf einem Aussengrill das Fleisch zubereitet.

Am Nachbartisch gesellten sich zwischenzeitlich drei jüngere Herren. Sie sassen zuvor im Gastraum des Schlösslis und aus dem Tischgespräch entnahmen wir, dass sie ihr Essen bereits um 12.00 Uhr bestellt hätten und nun seit einer Stunde auf ihr Mittagessen warten würden. Deshalb stellten auch wir uns auf eine etwas längere Wartezeit ein, obwohl es gerade beim Mittagsservice in einem Restaurant keine grösseren Wartezeiten geben dürfte. Nach rund einer halben Stunde bestellten wir Getränke nach. Das Fläschchen wurde uns ungeöffnet auf den Tisch gestellt und nicht eingeschenkt.

Nach exakt einer Stunde, um 13.55 Uhr, fragte ich dann bei der Bedienung nach, wann wir mit unserem Essen rechnen könnten? Sie sah uns verdutzt an, schaute die getippten Zettel an und erwiderte, dass die Küche den „Bon“ vergessen habe zuzubereiten. Was wir denn zu Essen bestellt hätten und wir unser Fleisch gerne mit Pommes Fittes bestellt hätten? Also keinen Plan beim Servicepersonal, was wir zuvor bei der selben Person bereits bestellt hatten und wohl auch keine Ahnung, was genau sie getippt hatte.

Auf die Nachfrage hin, wie lange nun ein Nachservice der bestellten Speisen dauern würde – wenn wir jetzt sofort bestellen würden – erhielten wir die Antwort: „Mindestens eine halbe Stunde“. Zwar entschuldigte sich die Mitarbeiterin lapidar, auf irgendeine Geste der Gastgeber warteten wir aber vergeblich. Wir zahlten um 14.00 Uhr unsere Rechnung, 17 Franken für Getränke und verliessen das Lokal hungrig und kopfschüttelnd. Kein Fleisch und ein vollkommen missratener Restaurantbesuch.

Wir testen ab und an ein Restaurant, sind wirklich tolerante Kunden, nur bei diesem Besuch spürten wir von Gastfreundschaft, Kundenservice oder Wertschätzung rein gar nichts. Schade, denn die Lage des Restaurants wäre traumhaft, die Serviceleistung war schlicht miserabel und muss massiv zulegen.

Gesamtnote: **

Säli-Schlössli
4600 Olten
+41 62 295 71 71
www.saelischloessli.ch

Ausblick von der Terrasse Säli-Schlössli
Ausblick von der Terrasse Säli-Schlössli

Stockhorn Grill, Zermatt

Angrenzend an den Dorfkern von Zermatt befindet sich das Restaurant Stockhorn Grill. Auf drei Etagen werden hungrigen Gästen Walliser Spezialitäten serviert, der Fokus liegt bei Fleischgerichten wie Lamm oder Rind. Wer das erste Mal in Zermatt ankommt, läuft vom Bahnhof die Bahnhofstrasse hoch bis zur Kirche und zweigt dort in die Riedstrasse ab, überquert den Fluss und erreicht nach 3-4 Fusswegminuten den Eingang des direkt an der Riedstrasse gelegenen Restaurants. Die Anfahrt mit einem Elektrotaxi lohnt sich kaum, da das Restaurant recht zentral gelegen ist.

Beim Besuch am 12. Dezember 2014 waren wir mit einer Gruppe vor Ort und wurden im ersten Stock des Restaurants platziert. Die Einrichtung ist einfach gehalten aber im schummerigen Licht wirkt das Lokal gemütlich und bereits beim Betreten des Restaurants sieht man die Fleischstücke am offenen Feuer hängend braten.

Serviert wurde beim Besuch ein Rinderfilet mit Beilagen. Der Rauchgeschmack des Fleisches vom offenen Feuer war wunderbar. Die Garstufe ‚bleu’ wurde nicht ganz eingehalten und das Fleisch wurde ‚saignant’ serviert. Nichts desto trotz eine hervorragende Qualität des Rinderfilets und der Fleischgeschmack war ausgezeichnet. Leider nicht überzeugt haben die servierten Beilagen und der Vorspeisensalat. Die kleine Portion Blattsalat wurde mit Fertigdressig gereicht, die Pommes Frites waren etwas lätschig und die servierte Menge mehr als überschaubar. Auch vom klassisch zubereiteten Spinat hätte durchaus noch nachgereicht werden können.

Das Personal war freundlich und sehr fix und auch als grössere Gruppe wird man speditiv bedient. Die Weinkarte umfasst nebst Schweizer Weinen auch eine Auswahl an ausländischen Tropfen und wer gerne ein gutes Stück Fleisch essen und ein Glas Wein trinken will, ist mit dem Stockhorn Grill sicher nicht schlecht bedient. Ausbaufähig wären die Beilagen gewesen, denn der Preis für ein Tellergericht ist wie in Zermatt üblich nicht gerade preiswert. Alles in allem aber ein gemütlicher Restaurantbesuch. (Gi)

Gesamtnote: ****

Hotel Stockhorn
Riedstrasse 11
3920 Zermatt
Telefon: +41 27 967 17 47
E-Mail: info@hotelstockhorn.ch
https://www.hotelstockhorn.ch/de/restaurant/

 

Stockhorn Grill Blattsalat
Stockhorn Grill Blattsalat
Stockhorn Grill Rindsfilet mit Beilagen
Stockhorn Grill Rindsfilet mit Beilagen
Stockhorn Grill Tischdeko
Stockhorn Grill Tischdeko

 

Restaurant Aarhof, Olten

Das Restaurant Aarhof in Olten liegt direkt an der Aarebrücke vis-à-vis des Oltner Bahnhofs auf der anderen Flussseite. Hinter dem Aarhof befindet sich gleich ein Parkhaus des OL10-Centers und so erreicht man das Restaurant auch mit dem Auto bequem. Der hinter einer Grünhecke versteckte Gastraum des Lokals ist von Aussen nicht einsehbar. Innen erwartet einem das Ambiente im Stil der 90er-Jahre mit klassischen Spiegeln, geschwungenen Vorhängen und verchromten Leuchtern. Die Stühle scheinen jüngeren Datums zu sein. Das Lokal wirkt nicht ungemütlich, eine Modernisierung wäre aber möglich.

Beim Besuch am 19. November zur Mittagszeit entschieden wir uns aus vier angebotenen Menus für das mit 33.- Franken teure Rinderhuftsteak an einer Pfeffersauce mit Kroketten und Gemüse. Ebenfalls auf der Karte war ein Hühnchen mit Reis für 19,50 Franken zu haben, dort wurde Reis als Beilage serviert.

Das Fleisch an einer Pfeffersauce war etwas sehnig, die Garstufe wurde bei der Bestellung nicht nachgefragt und deshalb war das Fleisch für den Geschmack der Tester etwas zu gut durchgebraten. Als Beilage wurden 5 Kroketten und 7 kleine Brokkoli-Röschen serviert. Die Kroketten waren heiss frittiert und schmeckten sehr gut. Auf die Nachfrage hin, ob es sich hierbei nicht um ein Menu handle und Suppe oder Salat vorab serviert werde, erhielten wir bei unserem Besuch eine abschlägige Antwort. Wir hätten dies nicht bestellt. Etwas ratlos und verdutzt nahmen wir dies zur Kenntnis. Die Wartezeit zwischen Bestellung und dem Service des Hauptgangs war für ein Mittagessen eindeutig zu lang.

Das Servicepersonal im Restaurant Aarhof ist sehr freundlich und zuvorkommend und man spürt, dass hier Wert auf die Etikette gelegt wird. Auch die Kochleistung war gut und das Gericht gut abgeschmeckt. Was jedoch bei unserem Besuch in keinster Weise stimmte war das Preis- Leistungsverhältnis. Für einen nicht üppig angerichteten Hauptgang als Tellerservice in der Stadt Olten zur Mittagszeit 33 Franken zu verlangen ist schlicht nicht angemessen. Dies zudem als Menu statt Tagesteller auf der Karte anzupreisen war ebenso wenig stimmig, denn wir fragen extra nach, ob hier dem Restaurant nicht ein Fehler unterlaufen sei.

Gesamtnote: ***

Restaurant Aarhof
Froburgstrasse 2
4600 Olten
+41 62 212 88 62
http://www.aarhof.ch

Restaurant Aarhof Innenansicht
Restaurant Aarhof Innenansicht
Rinderhuftsteak an Pfeffersauce Mittagsmenu
Rinderhuftsteak an Pfeffersauce Mittagsmenu
Rechnung Restaurant Aarhof
Rechnung Restaurant Aarhof
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